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Ausbildung zum „Mediator (FH)“

Mediation ist ein moderiertes Vorgehen zur Findung von Lösungen bei Streitigkeiten und zur Beilegung von Konflikten. Das Verfahren ist klar beschrieben und wird zunehmend in Familien-Therapien, in Schulen und der Jugendarbeit, bei oder besser vor zivilrechtlichen Auseinandersetzungen, bei innerbetrieblichen Konflikten aber auch im wirtschaftlichen Bereich, z.B. bei B2B-Problemen, genutzt.

Ich bin aus verschiedenen Richtungen auf dieses Thema aufmerksam geworden. Aufgrund des Artikels „Wie Mediatoren IT-Projekte retten“ bei CIO.de habe ich dann begonnen, mich intensiver dafür zu interessieren. Der Entschluss eine entsprechende Ausbildung zu beginnen, fußt nun auf mehreren Erkenntnissen:

  • In meiner Arbeit bei meinen Kunden treffe ich auf vielerlei kleine und größere Konflikte. Es wird für mich zunehmend wichtig, für diese Situationen erprobte und bewährte Methoden zum Umgang damit in meinem Werkzeugkoffer zu haben.
  • Beim Blick auf die Lehrinhalte zur Mediations-Ausbildung fällt mir auf, dass ich einige der Elemente – aus der Kommunikationspsychologie aber auch aus dem Werkzeugkasten für Berater und von der AYE Conference – bereits kenne und mehr oder weniger professionell verwende. Eine fundierte Auffrischung und Ergänzungen zu diesen Themen sowie angeleitete Übungen werden meine Sicherheit beim Einsatz dieser Methoden festigen.
  • Konflikte, Konkurrenz-Situationen, offene und verdeckte Anfeindungen – dies alles sind Themen, die mich auch persönlich stark beschäftigen. Hierzu erwarte ich in der Ausbildung neue Erkenntnisse und Methoden bzw. Werkzeuge zum Umgang damit.
  • Im Gegensatz zu den meisten technischen Weiterbildungen ist dies eine Qualifikation, bei der mein nun schon eher fortgeschrittenes Alter als Vorteil wirkt 😉
  • Die formelle Befähigung zum (Wirtschafts-)Mediator eröffnet mir potentiell neue Einsatzmöglichkeiten. Darauf liegt aber nicht mein Fokus. Die Inhalte der Ausbildung sind mir momentan deutlich wichtiger als der zu erwerbende Titel.

Der Begriff „Mediator“ oder besser die Ausbildung dazu ist in Deutschland (noch) nicht geschützt. Es gibt hier hauptsächlich drei Verbände, die ein Curriculum vorgeben und über zertifizierte Ausbilder  eine Anerkennung der Qualifikation durch den Verband versprechen:

Daneben gibt es noch einige von den Verbänden unabhängige Ausbildungs-Einrichtungen. Teilweise sind dies Hochschulen und (Fern-)Universitäten, die das Thema als Teil oder ergänzend zu ihrem Studien-Betrieb anbieten. Deren Curriculum ist ähnlich dem der Verbände und vom theoretischen und praktischen Umfang her zumindest gleichwertig.

Nach einem ausführlichen Vergleich verschiedener Ausbildungsangebote – insbesondere im Hinblick auf Qualität, Veranstaltungsort, nächster Beginn und Kosten – habe ich mich für die Hochschule Wismar entschieden. Diese bietet über ihre Tochter, die „Wismar International Graduation Service GmbH (WINGS)„, eine „Weiterbildung zum Mediator (FH)“ an verschiedenen Standorten, unter anderem Köln, an.
Die Ausbildung besteht aus sechs Unterrichts-Blöcken, die verteilt über neun Monate jeweils an einem verlängerten Wochenende stattfinden. Die Zeit dazwischen dient dem Selbststudium und der Erstellung der erforderlichen Einsendearbeiten. Insgesamt hat der Kurs einen Umfang von ca. 200 Stunden und der von mir gebuchte beginnt am 16. April 2010.

Ich bin ziemlich gespannt und freue mich sehr auf die Ausbildung!

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  1. 6. April 2010 um 08:00

    klingt sehr interessant!!

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